Saskia Te Nicklin 
the garden, some leftovers, and us swaying 

Eröffnung der Ausstellung
Freitag, 23. Februar 2018, 19.00 Uhr

Begrüßung
Iris Mailer-Schrey, Kulturreferentin der Stadt Schwaz

Zur Ausstellung
Cosima Rainer, Leitung Galerie der Stadt Schwaz

Programm für Kinder
06. und 20. März 2018


Ausgebildet in Malerei und Bildhauerei konzipiert Saskia Te Nicklin (*1979, Kopenhagen) Rauminstallationen und Collagen, die auf experimentelle und spielerische Weise die medialen Möglichkeiten ausloten. Durch einen bewusst eingesetzten Dilettantismus erhalten ihre Arbeiten teilweise einen geradezu naiven und absurden „Touch“, der ihr dabei hilft, durch aufgeladene ästhetische Themenfelder und soziokulturelle Komplexe zu navigieren.
Ihre künstlerische Sprache zeichnet sich durch überraschende Materialkombinationen und ungewöhnliche Techniken aus. Bezugspunkte für ihre Malereien und Installationen stammen sowohl aus der alltäglichen Lebenspraxis und ihren geschlechtsspezifischen Erfahrungen sowie aus einer Auseinandersetzung mit literarischen Texten wie Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ oder mit Autorinnen wie Annie Dillard.

Unter dem Titel "the garden, some leftovers, and us swaying" zeigt sie eine eigens für die Galerie der Stadt Schwaz konzipierte Rauminstallation, in der grotesk fantastische Wesen, Hybride aus Holzleim und Farbe auf überlebensgroßen Aluminiumplatten die Galerieräume bevölkern. Durch die räumliche Intervention mit leicht spiegelnden Aluminiumplatten arbeitet sie direkt mit der Raumwahrnehmung der BetrachterInnen und versetzt sie ins Schwanken.

Saskia Te Nicklin beschäftigt sich dabei mit dem Mikrokosmos Familie und dem Makrokosmos, der sie formt und umgibt. Der Ausstellung stellt Te Nicklin ein Zitat der amerikanischen Schriftstellerin und Lyrikerin Annie Dillard voran. Dillard, die sich in den 1970er Jahren auf die Spuren von Henry David Thoreau begeben hat, ist durch einen radikal-poetischen Stil und öko-spirituellen Zugang bekannt.
"When you scratch the varying behaviours and conditions behind reproductive isolation, you find, ultimately, geographical isolation. Once the isolation has occurred, of course, forms harden out, enforcing reproductive isolation, so that pintail ducks will never mate with snapdragons."

Text: Cosima Rainer